Arbeit & Wirtschaft

Prekäre Beschäftigung ist auch in unserem Bezirk ein Problem und betrifft nicht nur Bereiche wie die Gastronomie oder Tourismusbranche, sondern auch Beschäftigte von öffentlich beauftragten Unternehmen, wie das Reinigungspersonal im Bezirksamt oder an Schulen. Wir unterstützen deshalb die Initiative „Schule in Not“, die sich in Charlottenburg-Wilmersdorf erfolgreich für eine Rekommunalisierung der Schulreinigung eingesetzt hat.  Wir wollen, dass das Bezirksamt ein vorbildlicher Arbeitgeber wird – in allen Bereichen. Wir fordern deshalb ein bezirkliches Personalentwicklungskonzept ein, welches die Attraktivität der Verwaltung als Arbeitgeber:in verbessert und die kontinuierliche Arbeitsfähigkeit der Bezirksverwaltung sicherstellt. Kleine Gewerbetreibende leiden besonders unter den Herausforderungen der Corona-Pandemie sowie unter steigenden Gewerbemieten. Wir setzen uns deshalb für mehr Unterstützung durch die bezirkliche Wirtschaftsförderung ein.

Unsere Initiativen zu Arbeit & Wirtschaft:

Letzte öffentliche Grillflächen im Bezirk vor dem Aus

Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hat wegen Vermüllung und Übernutzung den einzigen öffentlichen Grillplatz in Charlottenburg geschlossen – nur weiß aufgrund fehlender Hinweise davon niemand. Die Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf kritisiert die Entscheidung des Bezirksamts und fordert eine alternative öffentliche Grillfläche und grundsätzlich mehr Mülleimer an Grünflächen.

Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Ko-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Umwelt und Klimaschutz der Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf:

„Ja, die Grünfläche am Goslarer Ufer weist eine hohe Übernutzung auf und der liegengelassene Müll belastet die Umwelt massiv. Doch die Schließung der einzigen öffentlichen Grillfläche in Charlottenburg ist keine Lösung, um die Müllproblematik einzudämmen. Zumal der zuständige Stadtrat in der letzten BVV auch das Ende eines der letzten beiden verbliebenen Grillplätze in Wilmersdorf im Preußenpark in Aussicht gestellt hat. Dann könnte im Bezirk nur noch am Rudolf-Mosse-Platz gegrillt werden. Das finden wir fatal. Nicht alle können sich eine Wohnung mit Balkon oder Terrasse oder einen Kleingarten leisten und sind dringend angewiesen auf mehr nichtkommerzielle Räume und Grünflächen im Bezirk. Die ständige Übernutzung von Grünflächen zeigt, dass wir mehr davon brauchen, damit die Berliner:innen insbesondere im Sommer aus der Enge der eigenen vier Wände ausbrechen und gemeinschaftlich grillen können.

Daher fordern wir das Bezirksamt auf, zügig eine geeignete Ersatzfläche zum legalen Grillen zu schaffen. Die Menschen brauchen nichtkommerzielle Flächen für den Aufenthalt im Freien – ohne viel Geld im Biergarten oder im Café ausgeben zu müssen. Darüber hinaus brauchen wir mehr und ausreichend große Mülleimer auf öffentlichen Grünflächen und mehr Aufklärung darüber, dass unachtsam weggeworfener Müll der Umwelt und den Menschen schadet.“