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Soziale Teilhabe

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der sozial am stärksten gespaltene Bezirk in Berlin – wie der auf Grund unserer Forderung aufgelegte  bezirkliche Reichtumsbericht zeigt. Wir müssen Bewohner:innen in angespannten Kiezlagen besser unterstützen und hier soziale Infrastrukturen ausbauen. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Wohnungslosen in unserem Bezirk vervierfacht. Die Wohnungslosenstätte City Station ist unterfinanziert, die Bahnhofsmission am Zoo platzt aus allen Nähten – nur 150 m Luftlinie entfernt steht das Hotel Waldorf Astoria, das nie mehr als zur Hälfte ausgelastet ist. Wir finden uns mit dieser sozialen Ungerechtigkeit nicht ab. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bezirk Wohnungen für Geflüchtete errichtet und lösungsorientiert mit der zuständigen Senatsverwaltung zusammenarbeitet. Außerdem fordern wir ein Pilotprojekt zur Aussetzung von Hartz IV-Sanktionen. Mit der Gängelung und Existenzbedrohung von Leistungsempfänger:innen muss Schluss sein!

Unsere Initiativen zu sozialer Teilhabe:


Charlottenburg-Wilmersdorf hat Platz für alle Geflüchteten – Flächen bereitstellen!

In der vergangenen Woche startete die Regierung Russlands unter Führung von Putin einen Angriffskrieg auf die Ukraine. Seitdem sind auf Grund der sich rapide verschlechternden Lage laut aktuellen Angaben der UN bereits mehr als 500.000 Menschen aus der Ukraine in die umliegenden Staaten geflohen, gerechnet wird mit bis zu 4 Millionen Flüchtenden. Auch in Berlin sind bereits mehr als tausend Menschen angekommen und brauchen nun eine Unterkunft. Das Landesamtes für Flüchtlinge (LAF) erklärt bereits jetzt, dass die Anzahl der Unterkünfte knapp wird.

Dazu erklärt Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Sprecherin für Integration und Ko-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf: „Die Lage in der Ukraine verschlechtert sich rapide, immer mehr Menschen befinden sich auf der Flucht und erreichen auch unseren Bezirk. Das Bezirksamt muss den Senat hier tatkräftig unterstützen, bezirkseigene Flächen wie beispielsweise die fast leer gezogene Gemeinschaftsunterkunft (Tempohome) in der Fritz-Wildung-Straße müssen jetzt zur Verfügung gestellt werden. Die Wiederherstellung explizit dieses Areals des Tempohomes als Sportfläche muss zurückgestellt werden, um den zu uns fliehenden Menschen ein sicheres Dach über dem Kopf zu ermöglichen. Dabei ist für uns ganz klar, dass es keine Schutzsuchenden erster und zweiter Klasse geben darf. Derzeit werden zahlreiche Menschen an der ukrainisch-polnischen Grenze abgewiesen, weil sie nicht die ukrainische Staatsbürgerschaft haben. An der polnisch-belarussischen Grenze werden Menschen, die aus anderen Kriegsgebieten kommen, allein gelassen. Unser Bezirk muss hier deutlich sein: Alle Menschen sind willkommen!"