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Verkehr

Jährlich werden zahlreiche Fußgänger:innen und Radfahrer:innen durch Autoverkehr in Charlottenburg-Wilmersdorf verletzt oder getötet. Der Grund ist eine Verkehrsinfrastruktur, die schwächere Verkehrsteilnehmer:innen gegenüber Kraftfahrzeugen vernachlässigt. Hier muss der Bezirk endlich mehr tun, denn der Umbau der autogerechten hin zu einer menschengerechten Stadt geht entschieden zu langsam voran. Viele Fahrradwege im Bezirk stammen aus den 1960er Jahren, sie sind zu schmal und meist kaputt. Hauptstraßen wie  der Ku‘damm haben gar keinen Fahrradstreifen. Das Geld für den Ausbau und die Sanierung von Radwegen stünde dem Bezirk seitens der Landesebene zur Verfügung, doch ruft er es nicht ab. Viele Anwohner:innen haben angesichts der Untätigkeit des Bezirksamts keine Geduld mehr. Sie schließen sich in Initiativen zusammen und kämpfen beispielsweise für eine Verkehrsberuhigung nach dem in Barcelona erprobten Konzept der „Superblocks“. Wir möchten sie dabei unterstützen und endlich dafür sorgen, dass der Raum in unseren Kiezen zugunsten aller Menschen umverteilt wird und Anwohner:innen diese kreativ als Begegnungszonen gestalten können.

Unsere verkehrspolitischen Initiativen:


Für ein solidarisches & sozial-ökologisches Charlottenburg-Wilmersdorf – was das neue Bezirksamt jetzt tun muss

Heute wählt die BVV Charlottenburg-Wilmersdorf ein neues Bezirksamt, voraussichtlich wird dann mit Kirstin Bauch erstmals eine grüne Bürgermeisterin den Bezirk regieren. Die Linksfraktion formuliert an die neuen Bezirksamtsmitglieder von Grünen, SPD und CDU sowie an die grün-rote Zählgemeinschaft in der BVV Forderungen für einen sozial-ökologischen und solidarischen Bezirk.

Annetta Juckel, Ko-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, kommentiert: „Wir stehen vor großen Herausforderungen: Der Mietenwahnsinn in Berlin und der City West hält an. Noch immer wird preiswerter Wohnraum im Bezirk für Luxuswohnungen abgerissen – mit freundlicher Genehmigung des Bezirksamts. Bei der Verhinderung der Zweckentfremdung von Wohnraum fehlte dem bisher und künftig zuständigen Stadtrat Arne Herz (CDU) bislang der Biss. Auf ihm ruht künftig auch die soziale Verantwortung im Bezirk. Wir erwarten nichts Geringeres als die entschiedene und erfolgreiche Bekämpfung von Armut und ihren Folgen in Berlins sozial am meisten gespaltenen Bezirk.
Mit unseren Forderungen an das neue Bezirksamt und die grün-rote Zählgemeinschaft möchten wir unser Verständnis von einem solidarischen Bezirk aufzeigen und welche offenen Baustellen das Bezirksamt bearbeiten muss.“

Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Ko-Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion, erläutert: „Der sozial-ökologische Aufbruch, der in der Zählgemeinschaftsvereinbarung von Grünen und SPD postuliert wird, ist für uns genauso wenig zu erkennen wie ein kreativer Gestaltungswille. Trotz Klimakrise und der sich durch die Pandemie verstärkenden sozialen Spaltung fehlt es an konkreten Ideen, ihr wirksam entgegenzutreten. Die Bürger:innen aber erwarten ein Ende der bisherigen Untätigkeit bei der Verkehrswende und der Umverteilung des öffentlichen Raums für den Fuß- und Radverkehr und den ÖPNV. Es braucht endlich die ersten gemeinsam mit Bürger:innen gestalteten Kiezblocks, nachbarschaftliche Begegnungszonen, mehr kostenfreie Sport- und Kulturangebote sowie „coole Maßnahmen“ gegen steigende Hitze in der Stadt. Gesamtbezirkliche Konzepte und eine schnelle Umsetzung müssen her.“