Stopp der Integrationskurse durch die Bundesregierung hat fatale Auswirkungen im Bezirk

Frederike-Sophie Gronde-Brunner

Auf Anfrage der Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf wurde bekannt, dass die Volkshochschule (VHS) City West durch den Stopp der Integrationskurse 30 % ihres Angebots an Deutschkursen verlieren wird, 400.000 Euro Honorarmittel fehlen dadurch und 21 Honorarkräfte werden ihre finanzielle Existenz verlieren. Die Linksfraktion kritisiert das Vorgehen des CSU-Innenministers scharf und fordert vom Berliner Senat eine Lösung für den Erhalt aller von den VHS angebotenen Integrationskurse.

Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Ko-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Partizipation und Integration: 

„Die Bundesregierung hat mit dem Stopp der Integrationskurse einen neuen Tiefpunkt erreicht: Sie tritt weiter nach unten und setzt rechte Forderungen der AfD um. Der Stopp wird katastrophale Folgen für die Integration von Geflüchteten in allen Kommunen haben. Dobrindts Entscheidung ist nicht nur fatal für die über 1.300 Geflüchteten, die bei uns im Bezirk jährlich Integrations- und Sprachkurse besuchen. Auch die Beschäftigten an den Volkshochschulen treibt er damit in Existenznöte.

All denen, die in Deutschland ankommen, unabhängig werden und Arbeit finden wollen, wirft die Bundesregierung weitere Knüppel zwischen die Beine. Diese Fehlentscheidung kommt gerade von denen, die ständig Integration und Anpassung einfordern. Der ideologisch motivierte Stopp der Integrationskurse muss sofort zurückgenommen werden! Bis dahin muss der Berliner Senat alles tun, um die Angebote der bezirklichen Volkshochschule aufrechtzuerhalten. 

Spracherwerb und Teilhabe für alle - keine Kürzungen auf den Rücken Geflüchteter!