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Soziale Teilhabe

Charlottenburg-Wilmersdorf ist der sozial am stärksten gespaltene Bezirk in Berlin – wie der auf Grund unserer Forderung aufgelegte  bezirkliche Reichtumsbericht zeigt. Wir müssen Bewohner:innen in angespannten Kiezlagen besser unterstützen und hier soziale Infrastrukturen ausbauen. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Wohnungslosen in unserem Bezirk vervierfacht. Die Wohnungslosenstätte City Station ist unterfinanziert, die Bahnhofsmission am Zoo platzt aus allen Nähten – nur 150 m Luftlinie entfernt steht das Hotel Waldorf Astoria, das nie mehr als zur Hälfte ausgelastet ist. Wir finden uns mit dieser sozialen Ungerechtigkeit nicht ab. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bezirk Wohnungen für Geflüchtete errichtet und lösungsorientiert mit der zuständigen Senatsverwaltung zusammenarbeitet. Außerdem fordern wir ein Pilotprojekt zur Aussetzung von Hartz IV-Sanktionen. Mit der Gängelung und Existenzbedrohung von Leistungsempfänger:innen muss Schluss sein!

Unsere Initiativen zu sozialer Teilhabe:

Chaos mit Ansage beim Berliner Schulessen

Anne Zetsche

Dreizehn Schulen im Bezirk sind vom Chaos um das Berliner Schulessen betroffen. Tausende Kinder sind mit leerem Magen in das neue Schuljahr gestartet. Ein absolutes Armutszeugnis der CDU-Schulsenatorin, deren Haus bei der Auftragsvergabe offensichtlich schwere Fehler begangen hat. Statt das kostenlose Mittagessen an Schulen – übrigens eine Errungenschaft aus „links-grünen“ Zeiten – in Frage zu stellen, sollte der Senat schleunigst Lösungen anbieten. Die jüngste Katastrophe zeigt doch: Der Markt und seine Profitorientierung vertragen sich nicht mit satten Kinderbäuchen. Vielleicht ist es Zeit, statt Großcaterer zu beauftragen, die Versorgung der Kinder in die Hand kleinerer, regionaler Strukturen zu geben. Schulküchen in kommunaler Hand, bei deren Speiseplan Eltern, Lehrer:innen und nicht zuletzt die Kinder die Hand drauf haben, sind aus unserer Sicht kein linkes Hirngespinst, sondern echte Alternativen zur kapitalistischen Verwertungslogik.

Gesundes und verlässliches Essen für Kinder darf kein Luxusgut sein, sondern ist ein Grundrecht!

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