Soziale Teilhabe
Charlottenburg-Wilmersdorf ist der sozial am stärksten gespaltene Bezirk in Berlin – wie der auf Grund unserer Forderung aufgelegte bezirkliche Reichtumsbericht zeigt. Wir müssen Bewohner:innen in angespannten Kiezlagen besser unterstützen und hier soziale Infrastrukturen ausbauen. In den letzten drei Jahren hat sich die Zahl der Wohnungslosen in unserem Bezirk vervierfacht. Die Wohnungslosenstätte City Station ist unterfinanziert, die Bahnhofsmission am Zoo platzt aus allen Nähten – nur 150 m Luftlinie entfernt steht das Hotel Waldorf Astoria, das nie mehr als zur Hälfte ausgelastet ist. Wir finden uns mit dieser sozialen Ungerechtigkeit nicht ab. Wir setzen uns dafür ein, dass der Bezirk Wohnungen für Geflüchtete errichtet und lösungsorientiert mit der zuständigen Senatsverwaltung zusammenarbeitet. Außerdem fordern wir ein Pilotprojekt zur Aussetzung von Hartz IV-Sanktionen. Mit der Gängelung und Existenzbedrohung von Leistungsempfänger:innen muss Schluss sein!
Unsere Initiativen zu sozialer Teilhabe:
Stellenausstattung und Stellenbedarfe in den Bereichen der psychosozialen Betreuung, des sozialpsychiatrischen Dienstes und der psychiatrischen Betreuung
Mündliche Anfrage BV Gronde-Brunner BVV am 17.07.2025
Sehr geehrte Frau Vorsteherin,
die Mündlichen Anfrage beantworte ich im Namen des Bezirksamtes wie folgt:
- Wie sind die psychosoziale Betreuung, der sozialpsychiatrische Dienst und die psychiatrische Betreuung Charlottenburg-Wilmersdorf nach Stellenplan ausgestattet, wie viele der Stellen sind tatsächlich besetzt und wie viele befinden sich derzeit in Ausschreibung (bitte Angabe getrennt nach Fachamt, in Anzahl der Beschäftigten und Vollzeitäquivalenten)?
Sozialarbeiter/innen im SpD:
12,122 VZÄ (inklusive 0,5 VZÄ Psychologin/Psychologe)
9,873 VZÄ sind besetzt (Stundenreduzierungen berücksichtigt); 11 Personen im Fachbereich tätig
Im Bereich der Sozialarbeiter/innen läuft eine Ausschreibung für zwei Vakanzen.
Fachärzte: 5,75 VZÄ, alle besetzt.
Die drei o.g. Bereiche befinden sich allesamt im SpD, weshalb eine Trennung nach Fachamt nicht möglich ist.
2. Wie müssten die Bereiche der psychosozialen Betreuung, des sozialpsychiatrischen Dienstes und der psychiatrischen Betreuung aus Sicht des Bezirksamts personell ausgestattet sein, damit die Bedarfe der im Bezirk lebenden Menschen angemessen gedeckt sowie die Mitarbeiter:innen vor Überlastung geschützt wären und welcher zusätzliche Bedarf an Stellen wird/wurde beim Senat gemeldet?
Der Bedarf ist des Bezirks an psychosozialer und psychiatrischer Betreuung ist in den letzten Jahren gestiegen. Derzeit wird dies mit dem bestehenden Personal zwar noch bewältigt, jedoch ist eine stetige Anbindung von Patienten nicht mehr gewährleistet. Daher wäre für den Bezirk der Zuwachs von jeweils 1 Stelle Sozialarbeit und Facharzt/-ärztin begrüßenswert.
Mit freundlichen Grüßen
Simon Hertel
