Verkehr
Jährlich werden zahlreiche Fußgänger:innen und Radfahrer:innen durch Autoverkehr in Charlottenburg-Wilmersdorf verletzt oder getötet. Der Grund ist eine Verkehrsinfrastruktur, die schwächere Verkehrsteilnehmer:innen gegenüber Kraftfahrzeugen vernachlässigt. Hier muss der Bezirk endlich mehr tun, denn der Umbau der autogerechten hin zu einer menschengerechten Stadt geht entschieden zu langsam voran. Viele Fahrradwege im Bezirk stammen aus den 1960er Jahren, sie sind zu schmal und meist kaputt. Hauptstraßen wie der Ku‘damm haben gar keinen Fahrradstreifen. Das Geld für den Ausbau und die Sanierung von Radwegen stünde dem Bezirk seitens der Landesebene zur Verfügung, doch ruft er es nicht ab. Viele Anwohner:innen haben angesichts der Untätigkeit des Bezirksamts keine Geduld mehr. Sie schließen sich in Initiativen zusammen und kämpfen beispielsweise für eine Verkehrsberuhigung nach dem in Barcelona erprobten Konzept der „Superblocks“. Wir möchten sie dabei unterstützen und endlich dafür sorgen, dass der Raum in unseren Kiezen zugunsten aller Menschen umverteilt wird und Anwohner:innen diese kreativ als Begegnungszonen gestalten können.
Unsere verkehrspolitischen Initiativen:
Rückbau des Radwegs Kantstraße – der letzte Schlag der CDU ins Gesicht aller Berliner:innen
Die CDU-Verkehrssenatorin hat den Rückbau des erfolgreichen Pop-Up-Radwegs in der Kantstraße ausschreiben lassen. Die Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf kritisiert diesen letzten Akt gescheiterter CDU-Verkehrspolitik scharf.
Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Ko-Fraktionsvorsitzende und Sprecherin für Verkehr:
„CDU-Auspuffsenatorin Bonde macht ihre Drohung war, auch im Westen der Stadt die Uhr zurückzudrehen. Mit der Ausschreibung für den Rückbau des Pop-Up-Radwegs schafft sie noch vor dem Wahltermin am 20. September Tatsachen – wohlwissend, dass das Ende für die desaströse CDU-Verkehrspolitik der letzten drei Jahre naht.
Die Zahlen der Deutschen Umwelthilfe sprechen eine eindeutige Sprache: die Zahl der Kraftfahrzeuge wurde deutlich reduziert, während die der Fahrräder um 232 Prozent stieg. Der Pop-Up-Radweg auf der Kantstraße muss bleiben und endlich als geschützter Radweg verstetigt werden!
Die rein ideologisch motivierte Abwicklung fortschrittlicher Verkehrsprojekte für den Umweltverbund ist das, was von diesem Senat übrigbleiben wird. Diese letzte Entscheidung ist ein Schlag ins Gesicht aller Berliner:innen, die endlich sicher durch die Stadt kommen möchten. Wir bleiben dabei: Berlin verdient eine gerechte und klimaneutrale Verkehrspolitik, die Kantstraße braucht einen sicheren Radweg!“
