Gemeinschaftsgarten Klimainsel in Wilmersdorf droht die Bebauung
Der Klimainsel in Wilmersdorf droht die Bebauung. Nur noch bis 30. September wird der Gemeinschaftsgarten von der berlinovo geduldet. Die Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf kritisiert, dass eine weitere Grünfläche und einzigartiger Gemeinschaftsort für den Bau überteuerter Mikroappartments geopfert werden soll.
Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Sprecherin für Umwelt und Ko-Fraktionsvorsitzende:
„Die Klimainsel zeigt, was engagierte Nachbar:innen leisten können: Aus einer alten Kleingartenfläche wurde ein offener Ort für alle – Biotop, Bildungsort und Gedenkstätte. Sie schützt auch Klima und Umwelt und die Nachbarschaft findet hier einen kühlen Rückzugsort im heißen Sommer, denn die Klimainsel senkt nachweislich die Temperaturen im Vergleich zu den zubetonierten Straßen in der Umgebung.
Statt dieses Erfolgsprojekt zu schützen, soll es nun zerstört werden – für Mikroappartments zu Wuchermieten von mindestens 25 Euro pro Quadratmeter. Bezirksamt und Senat haben mit dem Verkauf vor ein paar Jahren den Boden dafür bereitet und damit die Kleingartenanlage auf Dauer vernichtet.
Aber noch ist das Ende nicht besiegelt: Die Fläche kann planungsrechtlich dauerhaft geschützt werden, wie wir bereits 2022 gefordert haben, wenn im schwarz-grünen Bezirksamt endlich der politische Wille da ist, Grünflächen zu schützen, statt mit teuren Wohnungen zu bebauen. Wir fordern das Bezirksamt auf, sofort Gespräche mit der berlinovo für eine weitere Duldung der Klimainsel aufzunehmen. Als Linke unterstützen wir die Nachbar:innen in ihrem Kampf für den Erhalt der Klimainsel. Kühle Gemeinschaftsflächen statt teure Mikroappartments - Berlin braucht Luft zum Atmen!“
Um die Bebauung zu verhindern, gibt es eine Petition der Nachbar:innen bei Campact mit bisher über 4.000 Unterstützer:innen:
https://weact.campact.de/petitions/klimainsel-bleibt-stoppt-die-zerstorung-von-stadtgrun-klimaanpassung-jetzt
