Internationaler Tag der Rom:nja am 8. April – Antiziganismus sichtbar machen und bekämpfen!
Am Freitag, 8. April, wird weltweit der Internationale Tag der Rom:nja begangen, um auf die Situation der größten europäischen Minderheit, ihre Ausgrenzung, Diskriminierung und Verfolgung, hinzuweisen. Wie auch in anderen Bezirken wird an diesem Tag vor dem Rathaus Charlottenburg die Fahne der Rom:nja als Zeichen der Sichtbarkeit und der Solidarität wehen. Zahlreiche Veranstaltungen und Demonstrationen in der Stadt erinnern an die Anfänge der Roma-Bürgerrechtsbewegung in London vor 51 Jahren.
Dazu erklärt Frederike-Sophie Gronde-Brunner, Sprecherin für Partizipation und Integration und Ko-Vorsitzende der Linksfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf:
„Der 8. April ist ein wichtiges Datum für die Sichtbarkeit von Rom:nja. Gleichzeitig muss daran erinnert werden, dass für die meisten der Berliner Rom:nja Antiziganismus ein fester Bestandteil ihres Alltagslebens ist. Eine Untersuchung der Berliner Dokumentationsstelle Antiziganismus (DOSTA) ergab, dass 2021 Diskriminierungen besonders im Alltag und bei Berliner Leistungsbehörden gemeldet wurden. Es ist wichtig, diese Zahlen etwa über DOSTA oder das Berliner Register zu erfassen und Antiziganismus in all seinen Facetten sichtbar zu machen.
In der gegenwärtigen Situation der Bewältigung der Fluchtbewegung aus der Ukraine müssen wir besonders wachsam sein: Schon beginnen afd, Bildzeitung und Co in „echte“ und „falsche“ Geflüchtete zu unterscheiden und gezielt gegen Rom:nja aus der Ukraine, aber auch aus Moldawien oder EU-Staaten zu hetzen. Am 8. April und darüber hinaus muss es daher heißen: Antiziganismus und Diskriminierung überall sichtbar machen und bekämpfen!“

