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Wissmannstraße wird endlich umbenannt

Die Linksfraktion in der BVV Charlottenburg-Wilmersdorf begrüßt die bevorstehende Umbenennung der Wissmannstraße, welche in der BVV am 27. Mai 2021 beschlossen wird. Eine Jury, bestehend aus Anwohner:innen, Initiativen und Bezirksverordneten, wählte aus einer Vielzahl von eingesandten Vorschlägen den Namen Baraschstraße und erinnert damit an das jüdische Ehepaar Irene und Arthur Barasch, die bis zu ihrer Flucht bzw. Deportation und Ermordung durch die Nationalsozialisten 1942 in Auschwitz in der Straße lebten. Mit der Umbenennung setzt das Bezirksamt unsere Forderung um, den Kolonialverbrecher Hermann von Wissmann nicht länger für die blutige Niederschlagung von Aufständen gegen die deutsche Kolonialherrschaft 1889/90 zu ehren.

Frederike-Sophie Gronde-Brunner von der Linksfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf erläutert: „Wir freuen uns, dass nun auch in Charlottenburg-Wilmersdorf die Ehrung eines Kolonialverbrechers im öffentlichen Straßenland endlich endet. Der neue Name Baraschstraße erinnert an die Opfer des deutschen Rassenwahns im Nationalsozialismus, dessen ideologisches Fundament sich u.a. in der deutschen Kolonialzeit formte. Es gibt eine direkte Verbindung vom Rassismus und der Brutalität des deutschen Kolonialsystems zum millionenfachen Mord in Auschwitz. Mit der Umbenennung der letzten Wissmannstraße in Berlin soll aber nicht die Erinnerung an den deutschen Kolonialismus getilgt werden. Mit einer Stele vor Ort wird die Erinnerung an die Verbrechen und die Opfer des Deutschen Kaiserreichs wachgehalten.“


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