Wir möchten Charlottenburg-Wilmersdorf zu einem lebenswerten Bezirk für alle machen und zugleich einen Beitrag zum Schutz des globalen Klimas leisten. Denn der Klimawandel wird auch durch das Handeln vor Ort beschleunigt. Dazu braucht es nicht nur einen sozialen, sondern auch einen ökologischen Wandel. Zuerst gehört für uns dazu der Schutz von Grün- und Kleingartenflächen. Das von Immobilienlobby und Konservativen vorgetragene Mantra „bauen, bauen, bauen“ macht auch vor der Kolonie Oeynhausen oder der Cornelsenwiese keinen Halt. Die Ursache von steigenden Mieten sind nicht unbebaute Kleingärten, sondern Renditeerwartungen von Immobilienspekulant*innen.
Deshalb fordern wir:
- Das Bürger*innenbegehren Grünflächenerhalt gilt immer noch und muss von der BVV ernst genommen werden. Wir werden um jede Wiese und jede Grünfläche in diesem Bezirk kämpfen! Keine Grünfläche in diesem Bezirk soll bebaut werden – auch nicht die Cornelsenwiese. Stattdessen soll sich das Bezirksamt dafür einsetzen, dass die Spekulation mit Baugenehmigungen, z. B. durch Baugebote verhindert wird.
- Kleingärten sind keine Potentialflächen für Wohnungsbau. Deshalb wollen wir alle Kleingärten im Bezirk planungsrechtlich mit Bebauungsplänen als „Dauerkleingartenflächen“ sichern. Wenn möglich, sollten Kleingärtenflächen im privaten Besitz vom Bezirk oder Land erworben werden. Mit einem Kleingarten-Gipfel wollen wir alle Akteur*innen zusammenbringen und gemeinsam Wege finden, die Kleingärten im Bezirk zu sichern.
- Wir brauchen mehr Grün im Bezirk. Dazu wollen wir weitere Flächen entsiegeln. Die Deckelung der A100 bietet sich dafür an, nicht nur Wohnbebauung, sondern auch Gemeinschaftsgärten zu entwickeln. Außerdem sollen begehbare Dachgärten entstehen, vor allem bei Neubaumaßnahmen – wichtig ist immer: Maßnahmen müssen warmmietenneutral sein, denn Klimaschutz müssen sich alle leisten können. Wir wollen, dass der grüne Bezirksstadtrat alle gefällten Bäume nachpflanzen lässt und die zusätzlichen Gelder in der Bezirkskasse zur Pflege der Bäume und Grünanlagen nutzt.
- Wir wollen, dass der Bezirk eine*n Klimaschutzkoordinator*in ernennt. Die zusätzliche Stelle soll sämtliche Maßnahmen des Bezirks auf die Einhaltung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung prüfen, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Akteur*innen einbinden und die Bürger*innen über Handlungsmöglichkeiten informieren.

