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Verkehr

Jährlich werden zahlreiche Fußgänger:innen und Radfahrer:innen durch Autoverkehr in Charlottenburg-Wilmersdorf verletzt oder getötet. Der Grund ist eine Verkehrsinfrastruktur, die schwächere Verkehrsteilnehmer:innen gegenüber Kraftfahrzeugen vernachlässigt. Hier muss der Bezirk endlich mehr tun, denn der Umbau der autogerechten hin zu einer menschengerechten Stadt geht entschieden zu langsam voran. Viele Fahrradwege im Bezirk stammen aus den 1960er Jahren, sie sind zu schmal und meist kaputt. Hauptstraßen wie  der Ku‘damm haben gar keinen Fahrradstreifen. Das Geld für den Ausbau und die Sanierung von Radwegen stünde dem Bezirk seitens der Landesebene zur Verfügung, doch ruft er es nicht ab. Viele Anwohner:innen haben angesichts der Untätigkeit des Bezirksamts keine Geduld mehr. Sie schließen sich in Initiativen zusammen und kämpfen beispielsweise für eine Verkehrsberuhigung nach dem in Barcelona erprobten Konzept der „Superblocks“. Wir möchten sie dabei unterstützen und endlich dafür sorgen, dass der Raum in unseren Kiezen zugunsten aller Menschen umverteilt wird und Anwohner:innen diese kreativ als Begegnungszonen gestalten können.

Unsere verkehrspolitischen Initiativen:


Straßenbahn-Linie M10 über Turmstraße bis Mierendorffplatz und Jungfernheide verlängern

Heute erfolgte der Spatenstich für den Bau des neuen Streckenabschnitts der Linie M10 zwischen Hauptbahnhof und U-Bahnhof Turmstraße. Die Fertigstellung ist für das erste Halbjahr 2023 vorgesehen.

Dazu erklärt Frederike-Sophie Gronde-Brunner für die Linksfraktion Charlottenburg-Wilmersdorf:

„Auch Charlottenburg-Wilmersdorf muss wieder an das Tram-Netz angeschlossen werden. Gemeinsam mit der Linksfraktion im Abgeordnetenhaus setzen wir uns für eine zügige Verlängerung der Straßenbahn über die Turmstraße bis zum Mierendorffplatz und schließlich zum Bahnhof Jungfernheide ein. Um die Mobilität im Bezirk spürbar zu erhöhen, wollen wir alle Kraft auf den Tramausbau richten. Im Gegensatz zum Bau einer U-Bahn ist der Bau einer Tramstrecke viel schneller, kostengünstiger und ökologischer zu realisieren. Die Verkehrswende können wir mit neuen U-Bahnen nicht zügig voranbringen.“